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Immer wieder werde ich gefragt, wie es mir gelingt, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, sodass meine Kunden locker vor der Kamera agieren können. Deshalb möchte ich euch heute einen Einblick in meinen Shootingablauf geben.
Vieles davon war wirklich ein Prozess und hat sich über die Jahre und zig Shootings herauskristallisiert. Manches  passiert natürlich auch intuitiv und manches durch den regelmäßigen Rückblick auf vergangene Shootings. Vor allem in meiner Anfangszeit habe ich jedes Shooting Revue passieren lassen und mich gefragt, was ich das nächste Mal besser machen kann.
 
Was aber ein Fakt ist: Nur wenn eure Kunden wirklich entspannt sind und sich wohlfühlen, können tolle Fotos entstehen.
Dass ist auch immer mein höchster Anspruch und mein Ziel eines jeden Shootings.
Nicht, dass alles technisch perfekt ist, sondern dass sich meine Kunden fallen lassen können. Dieses „fallen lassen“ führt nämlich dazu, dass sie sich öffnen und so auch ihre wahren Emotionen und Gefühle zeigen können. Also einfach sie selbst sind.
Und Fotos, die auf dieser Grundlage entstehen, transportieren auch etwas an den Betrachter. Sie zeigen echtes Leben
Und genau das wollen wir ja alle oder?
 
In diesem Beitrag geht es hauptsächlich um die Businessfotografie, kann aber natürlich auf viele andere Fotobereiche übertragen werden.
Hier finde ich es einfach wichtig, dass meine Kunden sich echt und authentisch zeigen. Denn meistens sind sie ja Dienstleister oder verkaufen Produkte. Und nur wenn man sympathisch und echt ist, investieren Menschen in Euch als Person. Deshalb stehen Emotionen bei mir an erster Stelle.
 
Wie also schaffe ich diese entspannte Atmosphäre?
 
  1. Vorgespräch
    Das Wichtigste ist, dass wir uns vor jedem Shooting schon kennenlernen. Entweder ich telefoniere mit den Kunden, wir zoomen oder aber wir treffen uns persönlich in einem Café. Aktuell ist die letzte Option ja nicht möglich, aber sobald es die Situation wieder erlaubt, ziehe ich das persönliche Treffen unter vier Augen dem telefonischen vor. So können wir uns zwanglos und ohne Druck kennenlernen. Wichtig ist mir dabei auch, mich selbst zurückzunehmen und meinen Fokus wirklich auf das Zuhören zu legen. So kann man schon einige spannende Charakterzüge erahnen, welche Werte die Person vertritt  und sich so einen guten Gesamteindruck machen. Außerdem fühlt es sich dann am Shootingtag schon viel entspannter und lockerer an. Ein kleiner Trick ist hier auch, eure Kunden öfter mit Namen anzusprechen. Das wirkt vertraut und gibt ein gutes Gefühl.
     
  2. Musik
    Musik beim Shooting ist für mich wirklich ein Gamechanger gewesen.
    Beim Vorgespräch frage ich schon meistens dezent nach dem Musikgeschmack und generellen musikalischen Vorlieben. Anschließend erstelle ich für den Shootingtag eine Playlist.
    Diese wird dann während wir fotografieren dezent im Hintergrund abgespielt und es ist wirklich verrückt, welchen Unterschied Musik macht. Sonst hört man ja oft nur das Klicken der Kamera, was Kunden oft nervös werden lässt.
    Musik aber macht  uns frei, lässt Emotionen und Gefühle hervorkommen und versprüht auch einfach gute Laune. Meistens hab ich eine kleine Bluetoothbox dabei und möchte sie wirklich nicht mehr missen.
     
  3. Zeit
    Zeit ist super wichtig bei einem Fotoshooting. Klar, manche sind der Meinung: Zeit ist Geld. Und ich würde das mit einer anderen Definition auch so unterschreiben. Denn wenn man sich für seine Kunden Zeit nimmt, investieren diese sicher öfter in Euch, als wenn das Shooting unter Druck und Hektik durchgezogen wird, weil man bald zum nächsten Termin muss. 
    Aber wenn man seinen Kunden Zeit schenkt, kleine Pausen zwischen den verschiedenen Locations macht und aufmerksam auf ihre Wünsche  reagiert, werden sie definitiv wiederkommen.
    Bereitet vielleicht sogar kleine Snacks vor, stellt Trinken bereit und nehmt euch ganz viel Zeit für die Bedürfnisse eurer Kunden. Es lohnt sich.
     
  4. Baue ein freundschaftliches Verhältnis auf
    Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir ist es sehr wichtig, ein vertrautes und lockeres Verhältnis zu meinen Kunden aufzubauen. Da wird dann schon mal vor Beginn des Shootings eine Stunde verquatscht und das über Themen, die schon eher privat sind.
    Aber meiner Meinung nach ist sich selbst fotografieren zu lassen, etwas sehr sehr intimes und man muss sich da wirklich fallen lassen können. Deshalb sind solche Gespräche nur eine Erweiterung des großen Ganzen. Ich möchte, dass meine Kunden, wenn sie gehen das Gefühl haben, einen tollen Tag mit einer guten Freundin gehabt zu haben.
     
  5. Feedback und Anleitung
    Viele sind ziemlich unsicher vor der Kamera und wissen oft nicht, wohin mit Händen und Armen. An sich mag ich natürliche und spontane Aufnahmen. Trotzdem gebe ich immer ganz gerne am Anfang eine kleine Anleitung an die Hand, wie z.B such dir 3 Ankerpunkte (Tür, Pflanze, Kamera) und Wechsel immer mal wieder den Blick. Oder ich lass meine Kunden von Anfang an erstmal sitzen, weil sie so mehr Sicherheit haben. Etwas in den Händen halten wie  z.B eine Kaffeetasse, ein Notizbuch usw. gibt auch nochmal eine Portion Sicherheit.
    Und das Wichtigste überhaupt ist, Feedback zu geben. Nicht nur tonlos fotografieren und auf die Kamera schauen ohne etwas zu sagen. Sondern wirklich alle paar Minuten, wenn nicht sogar öfter dem Kunden Feedback geben und sagen wie gut er das macht. Meistens braucht man so 20 – 30 Min am Anfang um reinzukommen, aber dann schwingt sich alles ein und man kann ganz entspannt Shooten.
     
     
    Das sind meine wichtigsten Tipps für eine entspannte Shootingatmosphäre. Wie handhabt Ihr das? Wie läuft bei euch ein Shooting ab?
    Schreibt mir gerne auf Instagram unter @lisadoneff oder @lisadoneff_fotografie. Ich freu mich immer sehr auf den Austausch mit euch.