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Du müsstest unbedingt ein Projekt fertigstellen, aber dein Kopf ist absolut leer?
Du möchtest mal wieder ein neues Hobby beginnen, aber denkst, du bist nicht kreativ genug?
Generell fällt es dir oft schwer, regelmäßig spannenden und inspirierenden Content für deine Community zu erstellen?
Dann ist dieses Podcast-Interview mit Laura perfekt für dich.
Laura hat Philosophie und Theaterwissenschaft studiert. In Bamberg hat sie ihre philosophische und kreative Praxis. Dort bietet sie philosophische Beratung an und begleitet dich dabei, deine Kreativität zu entdecken oder aus Kreativtiefs herauszufinden. Ich selbst mag Lauras Instagram-Account „Philosophy & Arts“, sehr, auf dem sie wertvolle Tipps und philosophische Impulse gibt.
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Ich habe mit Laura darüber gesprochen,

  • wie du mehr Kreativität ins eigene Leben holen kannst
  • ob jeder Mensch kreativ sein kann
  • wie du aus einem Kreativtief wieder herauskommst 
  • und warum es wichtig ist, deine kindliche Neugier zu fördern.

Und natürlich hat Laura die Frage beantwortet, die ich allen meinen Gäst*innen stelle.

Laura, was macht für dich ein gutes Bild aus?

Laura: Mich sprechen zwei Bildarten besonders an. Entweder, das Bild erzählt eine besondere Geschichte und holt mich visuell ab. Ich sehe das Bild an und habe das Gefühl, ich schaue gerade ein spannendes Video an, weil das Bild eine Story hat. Da halte ich inne, weil ich auf die Details schaue, weil ich wissen will, was die Person mir erzählen will. Das andere ist, wenn das Bild etwas abstrakter ist, wenn es aus dem Gewöhnlichen herausfällt, aus meiner Sehgewohnheit ausbricht.

Was ist eigentlich Kreativität und was können wir von Kindern lernen?

Kreativität wird immer wichtiger im eigenen Business. Insbesondere wenn man regelmäßig Content für den eigenen Instagram-Account produzieren möchte. Doch was ist eigentlich Kreativität? Während meiner Ausbildung zur Erzieherin, die ich ursprünglich mal gemacht habe, sagte eine Lehrerin: „Kreativität ist in Aktivität umgesetzte Fantasie.“ Diesen Satz mag ich bis heute sehr.

Laura definiert „Kreativität als eine Verknüpfung von Ideen, die aus den alltäglichen und gewohnten Ideenverbindungen herausbricht.“ Sie ist überzeugt davon, dass jeder Mensch kreativ sei und sein könne. „Denn jeder Mensch hat Gedanken und Ideen und verknüpft die unterschiedlich“, so Laura.

Als Erwachsene sind wir leider allzu oft davon überzeugt, nicht kreativ sein zu können. Laura erzählt, dass sie häufig den Satz hört: „Ach, ich bin doch gar nicht kreativ.“ Beobachtet man allerdings Kinder, kann man viel von ihnen lernen. Sie haben eine große Fantasie. Laura macht das im Interview an ein paar Beispielen deutlich. Beispielsweise wissen sie noch gar nicht, dass Menschen nicht fliegen könnten. Der Möglichkeitsraum von Kindern sei noch nicht blockiert, also könnten Menschen theoretisch fliegen. Und das mache sie frei in ihrem Entdeckungsdrang.

Bietet man Kindern verschiedene Materialien an, ohne ihnen vorzugeben, wofür sie sind, werden sie kreativ. Was kann ich mit dem Korken machen? Wie sieht der aus, wie schmeckt der? Das versuche ein Kind zu entdecken. Es stelle sich weniger die Frage, wofür der Korken eigentlich da sei und genutzt werden sollte. Daran können wir uns ein Beispiel nehmen und uns immer wieder eine Umgebung schaffen, in der wir Dinge neu denken, andere Perspektiven einnehmen können.

Wie du besser Zugang zu deiner Kreativität finden kannst

Lauras Tipps für dich:

  • Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen! Trau dich und folge deinen eigenen Impulsen.
  • Fang an, dich auszuprobieren! Auch wenn du denkst, du seist nicht so kreativ. Es gibt so viele Formen von Kreativität: Malen, Collagen gestalten, Schreiben, Nähen, Fotografieren…
  • Gib nicht so schnell auf und übe! Nur eine tolle Kamera zu haben, macht noch keine guten Fotos. Manchmal muss man machen, machen, Fehler machen, aus ihnen lernen, weitermachen.
  • Wechsle die Materialien und Techniken, wenn du feststeckst! Manchmal reicht eine kleine Veränderung und schon fließt es wieder.
  • Vergleiche dich weniger! Jeder hat einen anderen Blick, jeder verknüpft Dinge auf seine eigene Art und Weise.
  • Frage nicht: „Ist das gut genug, gefällt das anderen?“. Frage dich lieber: „Gefällt es mir selbst?“
  • Hab weniger Angst vorm Scheitern! Es funktioniert nie bei allen alles. Oft schafft es auch Verbindung zu anderen, wenn man zeigt, was nicht so gut läuft, und Entwicklung spürbar wird.

Zwei Tipps, mit denen du aus deinem Kreativtief kommst

Laura hilft Menschen dabei, ihrem Kreativtief zu entkommen. Ganz klar, dass ich sie um Tipps gebeten habe.

  • Arbeite trotzdem kreativ, auch wenn dir die zündende Idee gerade nicht kommt. Etwas anderes Kreatives zu tun, lenkt deinen Fokus vom aktuellen Problem weg.

  • Mach eine echte Pause! Denn kreative Problemlösung ist nichts Aktives, die passiert passiv im Hinterkopf. Dafür braucht es immer wieder Pausen und Ablenkung.

Du bist noch nicht ganz überzeugt? Dann beobachte dich mal selbst: Wann ploppen bei dir Ideen auf? Bei Laura ist das oft kurz vorm Einschlafen, wenn sie nicht mehr aktiv an das Problem denkt oder Ideen sucht. Bei mir selbst passiert das sehr oft beim Spazieren.

Wenn du Lust bekommen hast, kreativ zu werden oder mit Laura zu philosophieren, dann probier doch eins ihrer regelmäßigen Formate aus: die kreativen Treffen „get together: be creative“ im Femmespace in Bamberg oder jeden ersten Donnerstag im Monat das Philosophische Café im Salbei & Lavendel in Bamberg.

Zum Abschluss möchte ich sagen: Hört gerne in die Podcastfolge rein und folgt häufiger euren Impulsen!

Hör am besten direkt rein! Hier geht es zu der Podcast-Folge: